Modernes UX-Design und neurodivergente Barrierefreiheit
12:00 bis 12:50 in Raum V4 (C118a)
Patricia Zuber & Dr. Christoph Zimmermann
Abstract
Moderne Barrierefreiheit wendet sich primäre an Benutzer mit physischen Einschränkungen. Neuere Studien gehen von ca. einem Drittel der Weltbevölkerung aus, die keine körperlichen sondern Einschränkungen und somit neurodivergent sind (im IT-Umfeld ein deutlich höherer Anteil).
Aber was ist Neurodivergenz überhaupt und was bedeutet dieses im Alltag für Software? Und was bedeutet das für Benutzeroberflächen und genereller Bedienbarkeit von Software für diese Benutzergruppe? Dieser Vortrag gibt Antworten auf diese Fragen und zeigt bessere Alternativen zu den Standardansätzen auf, da diese zum Teil erhebliche Einschränkungen für diese Benutzergruppe besitzen und damit die Bedienung unnötig erschweren.
Der Vortrag ist wie folgt gegliedert:
- Einführung und Abgrenzung: Was ist Neurodivergenz überhaupt und welche Arten gibt es?
- Was bedeutet dieses für die Barrierefreiheit gegenüber physischen Einschränkungen?
- Herausforderungen aus der Praxis am Beispiel ADHS und Autismus.
- UX-Design im FLOSS-Umfeld.
- FLOSS-Lösungsansätze für Barrierefreiheit im Hinblick auf Neurodivergenz.
- Ausblick
- Diskussion / Q&A
Über uns
Patricia Zuber
Patricia Zuber ist als ausgebildete Sozialarbeiterin und Psychologin im Bereich der Jugend- und Auszubildendenarbeit für einen großen deutschen IT-Konzern tätig. Im Rahmen ihrer mehr als zwanzigjährigen Industriekarriere hat sie sich auf das Thema Neurodivergenz und IT spezialisiert und hilft Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei den Herausforderungen ihrer beginnenden IT-Karrieren. Aufgrund der Nachteile von Standardsoftware in diesem Konzernumfeld sowie der
der strategischen Bedeutung von quelloffener Software ist FLOSS Fokus ihrer täglichen Arbeit.
Dr. Christoph Zimmermann
Graubärtiger FLOSS-Hacker ohne Bart, besessen von Open-Source-Betriebssystemen und anderen Hipster-Themen.
Meine erste Begegnung mit den FLOSS-Technologien war 1987, als ich einen Editor namens Emacs kompilierte. Diese Begegnung hatte einen bleibenden Effekt, so dass ich mich mehr als dreißig Jahre später immer noch mit FLOSS-Ökosystemen, -Technologien und -Gemeinschaften sowohl aus technischer als auch aus gesellschaftlicher und politischer Sicht beschäftige. Ich bin Vorstandsmitglied einer der größten deutschen Linux User Groups und regelmäßiger Referent auf deutschen und internationalen FLOSS-Veranstaltungen. Zusammen mit Martin Visser moderiere ich einen der am schnellsten wachsenden FLOSS-Podcasts namens Linux Inlaws. Zu anderen Hobbies gehören IT-Sicherheit, anderer Leute Computer, alles was mit Software-Entwicklung zu tun hat und andere Formen der schwarzen Kunst :-).